Liebster Award: Eine wundervolle Auszeichnung und eine (fast perfekte) Himbeer-Baiser-Tarte

Es gibt diese Tage, an denen irgendwie nichts so läuft, wie man es sich vorstellt. Manchmal komme ich dann zwischen Rührschüssel, Mixer und Backofen an meine Grenzen. So geschehen mit einer Himbeer-Baiser-Tarte nach einem Rezept von Annik Wecker. Halten wir fest, wenn im WG-Eisfach kein Platz für den Tarteboden ist, sackt er beim Backen ab und bildet eine herrliche Wellenkante. (Hat keinen Einfluss auf den Geschmack, kratzt aber sanft am eigenen Perfektionismus.) Beim Schlagen von Eischnee über einem heißen Wasserbad sollte man mit dem Thermometer nicht zwischen die Mixstäbe kommen. Es könnte sein, dass das Thermometer davongeschleudert wird und sich der Eischnee in Lichtgeschwindigkeit bei 360°C Umdrehung im Raum und auf der eigenen Person verteilt. Desweiteren sollte man geduldig weiterschlagen, bis der Eischnee wirklich abgekühlt ist (auch wenn einem dabei der Arm abfällt, weil man nicht zu den wenigen auserwählten Kitchenaid-Besitzern zählt.), da sich die Himbeerfüllung sonst durch die Hitze von oben nach und nach wieder verflüssigt. Das Leben ist eben kein HimbeerZitronenbaiser.
















An anderen Tagen schaut man sich genau dieses Leben dafür mit einer rosaroten Brille an und ist ganz beschwipst von Glücksgefühlen, z.B. als mich Katrine von der Genuss-Kolumne ganz überraschend mit dem "Liebster Award - discover new blogs" ausgezeichnet hat! Wow! Darauf erstmal ein zuckersüßes Stück Himbeertarte, denn geschmeckt hat sie dennoch hervorragend.

Ich habe mich riesig über die Auszeichnung von Katrine gefreut und beantworte liebend gern ihre Fragen:

1) Wie entstand die Idee zum Blog?
Im Februar 2012 bin ich durch einen meiner Lieblingsfilme > Julie und Julia < auf die Idee gekommen, einen Supper Club ins Leben zu rufen, bei dem ich meine Freunde bekochen und beglücken kann. Der Supper Club wurde zu einer großen Bereicherung und innerhalb kurzer Zeit hatte sich der Name Zitronenbaiser* durchgesetzt.
Bereits zu diesem Zeitpunkt war ich leidenschaftliche Blogleserin und fand in den vielen, tollen Foodblogs wunderbare Inspiration. Ich bekam immer mehr Lust, es selbst einmal mit dem Bloggen zu probieren und so auch Freunde und Familie an den Rezepten teilhaben zu lassen, die nicht zum Supper Club kommen können. So bekam das Zitronenbaiser eine zweite Identität.

2) Was gibt es zum Frühstück?
Meist zu wenig, weil ich kein begnadeter Frühaufsteher bin und deshalb oft kaum Zeit zum Frühstücken finde. Wenn ich früh genug aufstehe, gibt es mal Jogurt mit Früchten und selbstgemachtem Granola, einen grünen Smoothie oder ein Brot mit Frischkäse, Tomate und Basilikum.

3) Wie heißt Dein Lieblingsbuch und was bedeutet es für Dich? 
EIN Lieblingsbuch habe ich gar nicht, sondern eher viele liebste, bei denen ich mich nicht auf eines beschränken möchte. (Koch)Bücher sind für mich eine liebgewonnene Bereicherung, gute Freunde und willkommene Bettlektüre. Wie heißt es so schön: Booklovers never go to bed alone.

4) Was schmeckt für Dich nach Kindheit?
Griesbrei und Milchreis, gefüllte Paprikaschoten, Königsberger Klopse, Rotbarsch mit Senfsoße und Kartoffeln, Gulasch, Thüringer Klöße, Russischer Zupfkuchen und Kalter Hund

5) Wie oft innerhalb einer Woche stehst du am Herd?
das ist schwer zu sagen, unter der Woche vielleicht 3-4 Mal, am Wochenende dafür umso öfter und intensiver

6) Hast du ein Trostessen? Wenn ja, welches und warum? Wenn nicht, warum nicht?
Milchreis mit Apfelmus und Zimt schmeckt wohlig warm und ist ein guter Seelentröster. Schokoladenpudding im Übrigen auch. Und Mango beglückt mich außerdem immer und überall. Gibt es etwas Leckereres?

7) Wie is(s)t Dein perfekter Sonntag?
lange ausschlafen, ausgiebig und reichlich frühstücken (gerne mit Ei, Guacamole, Räucherlachs, frischen Brötchen), ein Spaziergang im Sonnenschein und Zeit mit meinen Liebsten verbringen

8) Was steht immer in deinem Kühlschrank?
die wichtigsten Zutaten (Eier, Butter, Milch, Quark..), um spontan einen Kuchen zu backen; außerdem Feta, Parmesan, Frischkäse, Tomatenmark und -passata sowie reichlich Gemüse

9) Bist du eher ein "Fast"- oder "Slow"-Foodie?
Im Alltag bin ich meiner Meinung nach zu oft ein Fastfoodie (vor allem beim Frühstück, was sich aber auf die Geschwindigkeit und nicht auf das Essen bezieht) und versuche deshalb abends und am Wochenende bewusst und in Ruhe zu Essen. Essen ist ja nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern vor allem Genuss. "Fast Food" wie Pommes oder Burger esse ich sehr selten, weil mir eine gesunde und bewusste Ernährung wichtig ist.

10) Wie sieht dein Held des Tages aus?
Heute ist die Sonne meine Heldin, wie auch in den letzten Tagen. Es ist so wunderwunderschön, wie sie uns im Moment beglückt und verwöhnt.

Und wie sich das mit den Blog-Awards (oder den Kettenbriefen 2.0.) so gehört, darf man im Anschluss auch noch ein paar Blogs nominieren. Die (jungen) Blogs, die man meiner Meinung nach unbedingt kennen sollte und die ich hiermit mit dem "Liebster Award" auszeichne, sind:

Veronika mit Carrots for Claire
Federica mit By Fede
Tina mit Tina's Tausendschön
Jana mit Herzkuchen
Stefanie mit Schmeckt wohl 
Johanna mit Immer wieder Pasta
Ina mit Fräulein Sommerfeld
Jenni mit Monsieur Muffin
Franzi mit Spoon and key
Joanna mit Die Küchenzuckerschnecke



Ich habe auch ein paar Fragen vorbereitet, die ihr gerne beantworten könnt. Ob ihr sie beantworten möchtet, könnt ihr selbst entscheiden! Ich selbst bin ja eigentlich auch nicht ein so großer Kettenbrieffreund ;)

1) Wie entstand die Idee zu deinem Blog?
2) Was gehört für dich zu einem gelungenen Picknick?
3) Wie heißt dein liebstes Kochbuch und welches steht auf deiner Wunschliste?
4) Welches Gericht lässt bei dir Kindheitserinnerungen wachwerden?
5) Bei welchem Dessert gehst du in die Knie?
6) Wo kaufst du am liebsten deine Lebensmittel und warum?
7) Was ist deine Lieblingszutat beim Kochen?
8) Würdest du ein Küchengerät sein, welches wärst du?
9) Was wären die 3 Zutaten, die du auf die berühmte einsame Insel mitnehmen würdest? (Dort gibt es selbstverständlich eine vollausgestattete Küche...)
10) Wer oder was inspiriert dich beim Kochen/Backen/Bloggen?


Ich freue mich, von euch zu lesen!

Bon appétit!

* Der Name "Zitronenbaiser" geht zurück auf den wunderbaren Satz "Die Wahrheit ist ein Zitronenbaiser." aus dem Buch Sie sind ein schlechter Mensch, Mr. Gum! von Andy Stanton.

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