Gegen den Novemberblues: Kürbis-Zimtschnecken

Ist denn wirklich schon November? Das Jahr verging bisher so schnell, dass ich mich emotional eigentlich noch im Juni befinde. Aber wenn ich gegen 17 Uhr bereits im Dunkeln sitze, weiß ich, das ist keine Täuschung, sondern die traurige Wahrheit. Die dunklen Monate sind da.
Hat man sich entschieden, das Dasein eines Foodbloggers zu fristen, sieht man sich hier plötzlich mit völlig neuartigen Problemen konfrontiert. Tatsächlich spricht eigentlich nichts dagegen, auch nach 17 Uhr noch Fotos zu machen, aber was hat man davon, wenn der Betrachter meint, sich in einem Dunkelrestaurant wiederzufinden?



Dieses Problem stellte sich auch bei den Kürbis-Zimtschnecken. Bewusst habe ich frühzeitig losgelegt, aber irgendwie außer acht gelassen, dass bei der Zubereitung inklusive selbstgemachtem Hefeteig etwas Zeit verstreichen kann. Als ich die Schnecken dann mit einem Lächeln aus dem Ofen holte, konnte ich im Küchenfenster mein Spiegelbild sehen und wusste, für ein Foto ist es längst zu spät.
Notgedrungen mussten ein paar Schnecken (auch wenn sie frisch und warm aus dem Ofen am leckersten sind) auf den nächsten Tag warten, damit ihr sie auch noch zu sehen bekommt.

Durch Okkas wunderbaren Blogpost sind die Zimtschnecken auf meinem Herbstzettel gelandet und das überzeugende Rezept habe ich dann bei Christina gefunden: Kürbis-Zimtschnecken. Von Kürbis kann man doch nie genug haben, oder?

Für ca. 14 Kürbis-Zimtschnecken benötigt ihr: 

Hefeteig:

450 g Weizenmehl
1 Päckchen Trockenhefe
1 EL Zucker
1 TL Salz
1 Msp. Muskatnuss
160 g Kürbispüree*
80 g Butter (geschmolzen)
200 ml Milch (leicht erwärmt)

Füllung:

50 g Butter (geschmolzen)
60 g Brauner Zucker
3 TL Zimt

1) Alle trockenen Zutaten für den Hefeteig vermischen. Die Milch, die Butter und das Kürbispüree dazugeben und alles zu einem geschmeidigen Teig kneten. Diesen für 90 Minuten an einem warmen Ort abgedeckt gehen lassen. (Wer nicht solange warten möchte, kann auch auf den Hefeteig aus dem Kühlregal zurückgreifen, der ist dann allerdings ohne Kürbis.)

2) Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche rechteckig ausrollen. Zucker und Zimt vermischen. Die geschmolzene Butter auf den Teig streichen und ihn mit der Zucker-Zimt-Mischung bestreuen. Den Teig von der langen Seite her aufrollen und in ca. 2-3 cm dicke Stücke schneiden.

3) Den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Schnecken auf ein Backblech oder in eine Backform setzen und auf mittlerer Schiene ca. 25-30 Minuten backen. Wer mag kann sie noch etwas abkühlen lassen und dann mit einem Guss aus Puderzucker und etwas Milch verzieren. Am besten schmecken sie aber noch warm! Wunderbar zimtig mit einem Hauch von Kürbis.

Bon appétit!


* Für das Kürbispüree einen Bio-Kürbis (z.B. Hokkaido) waschen, ggf. schälen, entkernen und in gleichmäßige Spalten schneiden. Bei ca. 170°C für ca. 45 Minuten im Ofen weich garen und im Anschluss pürieren. Wichtig ist dabei, dass der Kürbis nicht braun wird. Solltet ihr nicht das ganze Püree benötigen, könnt ihr es ganz einfach portionsweise einfrieren und bei Bedarf verarbeiten. Es lassen sich damit auch z.B. Kürbisbrötchen, -scones oder Pastasoßen zaubern.

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